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(Fast) alle Krebsarten - Präventionsmöglichkeiten und einige Behandlungsmethoden

Fast jeder zweite Mensch in Deutschland erkrankt im Laufe seines Lebens an Krebs.

Neuerkrankungen - 2023 traten in Deutschland 517.800 Krebserkrankungen neu auf.
Prostatakrebs: 79.600 - die häufigste Krebserkrankung bei Männern
Brustkrebs: 75.900 - die häufigste Krebserkrankung bei Frauen
Lungenkrebs: 58.300
Darmkrebs: 55.300 - Neue Perspektive durch Immuntherapie
Leberkrebs:
Hautkrebs:
Gebärmutterhalskrebs:
Bauchspeicheldrüsenkrebs:
Magenkrebs:

Todesfälle - 2023 starben in Deutschland 229.000 Menschen an Krebs (Zentrum für Krebsregisterdaten beim Robert Koch-Institut)
Anzahl der Todesfälle durch Krebs in Deutschland im Jahr 2024 (Statistisches Bundesamt):
Lungen- und Bronchialkrebs: 45.148
Bauchspeicheldrüsenkrebs: 19.533
Brustkrebs: 18.720
Prostatakrebs: 15.468
Dickdarmkrebs: 14.251
ohne Angabe der Krebsart: 10.902
Leberkrebs: 8.485
Magenkrebs: 7.855
Enddarmkrebs: 7.073
Harnleiterkrebs: 6.012

Institutionen
Das Deutsche Krebsforschungszentrum (DKFZ)
Zentrum für Krebsregisterdaten beim Robert Koch-Institut
Deutsche Krebshilfe
Deutsche Krebsgesellschaft e. V. (DKG)
Internationale Agentur für Krebsforschung der Weltgesundheitsorganisation (WHO)

Spezialisten
Prof. Axel Merseburger von der DKG
Prof. Wolfgang Janni, stellvertretender Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft gynäkologische Onkologie der DKG
Prof. Anke Reinacher-Schick, Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Internistische Onkologie der DKG

Ursachen
Prostatakrebs:
Brustkrebs:
Lungenkrebs:
- Rauchen kann Lungenkrebs begünstigen.
- Radon (radioaktives Gas) ist die zweithäufigste Ursache für Lungenkrebs (Physikalisch-Technischer Bundesanstalt (PTB). Radon (Rn) aus der Erde durch Risse und Leitungsöffnungen in Keller- und Erdgeschossräume eindringen und sich dort anreichern. Laut HWO sollten 100 Becquerel pro Kubikmeter Luft nicht überschritten werden, der Referenzwert des deutschen Strahlenschutzgesetzes liegt bei 300 Becquerel.
Darmkrebs:
Leberkrebs:
Hautkrebs:
Gebärmutterhalskrebs:

Prävention
Verzicht auf Rauchen
ein maßvoller Umgang mit Alkohol
ausgewogene Ernährung
regelmäßige Bewegung
Übergewicht gilt als Risikofaktor für mehrere Krebsarten
starke UV-Strahlung vermeiden (Baden, Sonnenstudio)
Infektionen: Viren und Bakterien können Krebs auslösen.
- Hepatitis-B-Virus können Leberkrebs begünstigen.
- Humane Papillomaviren (HPV) können Gebärmutterhalskrebs verursachen.
Radon
Hormonersatztherapie begrenzen

Behandlungsmethoden

Prostatakrebs:
Neue Therapien bei fortgeschrittenen Stadien
Prof. Axel Merseburger von der DKG erklärte hierzu: "Die Kombination aus Androgensignalunterdrückung und neueren antihormonellen Substanzen ist eine vielversprechende Innovation bei metastasierten hormonsensitiven Prostatakarzinomen." Diese Methode könne das Tumorwachstum erheblich reduzieren und somit die Lebensqualität steigern sowie das Gesamtüberleben verlängern.
Ein weiterer Durchbruch sei die PSMA-Therapie (Prostata-spezifisches Membranantigen) kombiniert mit der sogenannten Radioliganden-Therapie. Beide können laut DKG Tumorzellen gezielt "von innen" bestrahlen.

Brustkrebs:
Brustkrebs ist die häufigste Krebsart bei Frauen in Deutschland.
Doch: "Die Heilungschance bei Brustkrebs hat sich in den letzten 20 Jahren dramatisch verbessert – wir gehen heute von einer Heilungsrate von 80 bis 90 Prozent aus", sagte Prof. Wolfgang Janni, stellvertretender Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft gynäkologische Onkologie der DKG.

Darmkrebs:
Die "liquid biopsy" gewinnt als Prognosemarker an Bedeutung und hilft, unwirksame Medikamente zu vermeiden. Prof. Anke Reinacher-Schick, Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Internistische Onkologie der DKG, betonte: "Im vergangenen Jahr hat eine Studie gezeigt, dass eine kurze Doppelimmuntherapie bei bestimmten Formen des Darmkrebses nach nur vier Wochen zu einem rückfallfreien Überleben von 100 Prozent innerhalb der ersten drei Jahre führt." Außerdem ermöglichten neue Strahlenchemotherapie-Konzepte vielen Patienten mit Enddarmkrebs den Erhalt des Schließmuskels.